
Steinbruch Dünkelberg im Muttental © ADFC Hattingen/Sprockhövel 2. Mai 2026
Ozeanroute
Die im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 geplante Ozeanroute wird vorerst als Teilabschnitt entlang der Route „Von Ruhr zur Ruhr“ in Form einer (virtuellen) „Zeitreise“ unter dem Namen "Karbon Tour Ruhr" umgesetzt.
Ursprünglich mit dem Narrativ „Das Kommen und Gehen des Meeres“ verknüpft, sollte die Ozeanroute die im Ennepe-Ruhr-Kreis vorkommenden geologischen Aufschlüsse der Erdzeitalter Devon und Karbon abdecken.
Im Devon, vor rund 400 Mio. Jahren, war das heutige Ruhrgebiet Teil eines tropischen Meeresbeckens auf dem Kleinkontinent Avalonia. Diese Ära prägte den Südosten des heutigen Ruhrgebiets durch mächtige Riffkalke, bizzare Felsformationen und Höhlen, die heute im Geopark Ruhrgebiet zu finden sind.
Das Karbon vor 358 bis 296 Mio. Jahren war das Erdzeitalter der Steinkohle-Entstehung. Die karbonischen Schichten wurden, ebenso wie die zuvor devonischen, nach ihrer Ablagerung durch Kontinental-Kollisionen gefaltet und weisen teilweise beeindruckende Strukturen auf. Die Geschichte ist durch Gesteinsschichten und Versteinerungen belegt und sichtbar an Aufschlüssen und Fossilien der Region.
Da die Anbindung der devonischen Aufschlüsse im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis, wie Schwelmer Tunnel und Kluterthöhle wegen der Probleme mit dem Silscheder Tunnel nicht zeitnah umzusetzen sind, wurde pragmatisch das Gehen des Meeres im Karbon dem Kommen des Meeres im Devon unter dem Namen Karbon Tour Ruhr vorgezogen.








